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Krankengymnastik (Physiotherapie)
Physiotherapie
ist die äußerliche Anwendung von Heilmitteln. Sie orientiert sich bei der
Behandlung sowohl an den natürlichen chemischen und physikalischen Reizen der
Umwelt (z.B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) als auch an den
anatomischen und physiologischen Gegebenheiten des Patienten. Dabei zielt die
Behandlung auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B.
Muskelaufbau, Stoffwechselanregung) zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung
der Gesundheit. Anwendungen sind z. B. Krankengymnastik als Einzel-, oder
Gruppentherapie, Massagen (Klassische Massage, Bindegewebsmassage,
Periostmassage, Reflexzonenmassage, Colonmassage), Thermotherapie (Wärme- und Kältetherapie
in verschiedenster Form), Atemtherapie, Bewegungsbäder, Rückenschule...
Die
Physiotherapie besteht aus diversen Behandlungstechniken, wie z.B.: Manuelle
Therapie, Funktionelle Bewegungslehre (FBL), PNF, Vojta, Bobath-Konzept
Physiotherapeuten
analysieren und interpretieren sensomotorische Funktions- und Entwicklungsstörungen,
um sie mit speziellen manuellen und anderen physiotherapeutischen Techniken zu
beeinflussen. Primärer Ansatzpunkt ist das Bewegungssystem und das
Bewegungsverhalten, wobei das Ziel Schmerzfreiheit und ökonomisches
Bewegungsverhalten ist oder das Schaffen von Kompensationsmöglichkeiten bei
irreversiblen Funktionsstörungen.
Physiotherapeuten
beeinflussen aber auch Funktionsstörungen innerer Organe, verbessern die Eigen-
und Fremdwahrnehmung sowie die Sozialkompetenz und wollen ebenfalls auf die
psychische Leistungsfähigkeit einwirken.
Ziele
der Physiotherapie sind darüber hinaus, Eigenständigkeit und Selbständigkeit
des Patienten zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu
aktivieren; wo Selbständigkeit des Patienten nicht zu erreichen ist, gehört zu
den physiotherapeutischen Aufgaben das Anleiten von Angehörigen (z.B. in der Pädiatrie
oder bei schweren neurologischen Störungen).
In
Deutschland hat der Begriff Physiotherapie im Rahmen einer Novellierung der
Berufsgesetze 1994 bundesweit den Begriff "Krankengymnastik" abgelöst.
Grund dafür war die Anpassung an den internationalen Sprachgebrauch und die
Zusammenführung der west- und ostdeutschen Heilberufe nach der
Wiedervereinigung. In der DDR war der Begriff "Physiotherapie" bereits
vor der Wiedervereinigung üblich. Physiotherapie wird von Physiotherapeuten,
Masseuren und medizinischen Bademeistern in unterschiedlicher Form und Vielfalt
ausgeübt.
Manuelle Therapie (Chiropraktik)
Die
Chiropraktik (vom griechischen - die hand-werkliche Tätigkeit ), auch Manuelle
Medizin oder Manualtherapie ist eine komplementärmedizinische, biomechanische
Behandlungsmethode mit Techniken, die die normale Beweglichkeit der Gelenke -
besonders an der Wirbelsäule - wiederherstellt. Dabei berücksichtigt sie
sowohl das gestörte Gelenkspiel (joint play) als auch die Verschiebung
(Subluxation).
Der Name "Manuelle Therapie (MT)" besagt, daß
die Behandlung durch die Hand des Therapeuten erfolgt. Dieses hat die MT mit den
meisten anderen Behandlungsmethoden in der Physiotherapie gemein. Der
Unterschied liegt in der theoretischen Begründung sowie den Untersuchungs- und
Behandlungstechniken.
Wie die Akupunktur, die Physikalische Therapie und die verschiedenen Formen der
Massage und Lokalanästhesie gehört auch die MT in das weite Feld der
Reflextherapie. In dieser wird therapeutisch versucht, durch Reizung von Druck-,
Temperatur-, Spannungsrezeptoren usw. über das Nervensystem reflektorische Veränderungen
in den schmerzhaften Körperteilen hervorzurufen.
Manuelle Therapie beschäftigt sich hauptsächlich mit Störungen der Gelenke
und der Wirbelsäule. Diese Störungen werden lokal am Gelenk, aber auch in
ihren funktionalen und neuronalen Zusammenhängen mit anderen Gelenken und dem
Nervensystem untersucht und behandelt.
Chirotherapie der Ärzte und MT der Physiotherapeuten haben die gleiche
wissenschaftliche Fundierung in der Manuellen Medizin. Die Manuelle Medizin ist
integraler Bestandteil der verschiedenen medizinischen Fachrichtungen Orthopädie,
Neurologie, Rheumatologie und Chirurgie.
Gerätegestützte Krankengymnastik
Die gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät) ist eine Therapieform, bei der es zu einer sinnvollen Verbindung krankengymnastischer Techniken mit den Erkenntnissen der Sport- und Trainingswissenschaften kommt. Trainiert wird unter anderem an speziellen medizinischen Trainingsgeräten. Für diese Therapieform halten viele auf KG-Gerät spezialisierte Physiotherapiepraxen einen gesonderten Raum mit Trainingsgeräten vor.
Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungen durch die Aufhebung der Schwerkraft. Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Eingeschränkte oder ansonsten schmerzhafte Bewegungen werden erheblich erleichtert und wie unter Schwerelosigkeit ausgeführt. Durch die Einstellung des Aufhängepunktes kann eine Bewegung zusätzlich erleichtert oder erschwert werden.
Darüber hinaus können durch den Therapeuten intermittierende Extensionen ausgeführt werden oder ein Dauerzug in eine gewünschte Richtung angelegt werden.
Der Schlingentisch wird angewendet bei:
Therapieform, bei der vor allem mit Kältesprays, Eisbeuteln und Gelkissen gerarbeitet wird. Vor allem im Sportbereich oft nach Prellungen, Schlägen und Stürzen angewendet. Durch den Kältereiz wird eine Minderung der Schmerzempfindlichkeit erreicht, außerdem wird das Infektionsrisiko gemindert. Inzwischen werden auch bereits einige chronische Leiden mit Hilfe bestimmter Kältetherapieformen behandelt, bei den sog. "technische Temperaturen" eingesetzt werden.
Unsere Atmung wird durch alles, was uns widerfährt, beeinflusst - sei es körperliche oder gefühlsmäßige Belastung oder Erkrankungen der Atemwege sowie der Lunge. Gibt es eine richtige Art zu atmen? Es gibt keine gute und keine richtige Atmung. Unsere Atmung ist immer den Erfordernissen angepaßt und wird unbewußt gesteuert. Es gibt zwei Möglichkeiten der therapeutischen Einwirkung. Die Arbeit mit Atemtechniken zur Verbesserung der Aus- und Einatmung oder die Arbeit, bei der die Beobachtung der Atembewegungen das Mittel zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und Entspannung ist. Krankengymnasten beherrschen diese Techniken, deren Wirkungsweise mit Messungen untersucht und bewiesen sind.
Training der Beckenbodenmuskulatur wird angewendet bei Blasenfunktionsstörungen und Inkontinenz. Diese treten beispielsweise auf nach Unterleibsoperationen bei Frauen und Prostataoperationen bei Männern. Darüber hinaus ist das Beckenbodentraining als Rückbildungsgymnastik besonders wichtig nach Kindsgeburten zur Therapie und Prophylaxe der vorgenannten Beschwerden.
Die Fachkenntnisse des Therapeuten über die Funktion des Beckenbodens bei Alltagssituationen wie Husten, Niesen, Heben von schweren Gegenständen und "falschem" Bücken ermöglicht einerseits eine Schonung der überlasteten, insuffizienten Muskulatur, als auch ein gezieltes individuelles Aufbautraining.
Ziel der Behandlung ist es, ein Gleichgewicht zwischen der Druckbelastung des Bauchinnenraumes bei Alltagsbelastungen und der Kraft der Beckenbodenmuskulatur herzustellen, damit die Halte- und Schließfunktion der Beckenbodenmuskulatur in allen Alltagssituationen gewährleistet ist.
Zur Anwendung kommen Techniken zur Körperwahrnehmung und Training der Beckenmuskeln bei Alltagsbelastungen. Das Erspüren ökonomischer Aktivität in Haltung und Bewegung hilft Fehlbelastungen im Alltag zu vermeiden. Besondere Trainingsformen mit speziellen Übungsgeräten und Feedbackmöglichkeiten können die Therapie ergänzen. Unumgänglich ist ein intensives Eigentraining der betroffenen Patienten.
Gesundheit entspricht optimaler Regulationsfähigkeit. Krankheit entspricht
eingeschränkter oder überforderter Regulationsfähigkeit.
Gesundheit und Krankheit sind keine feststehenden Zustände. „Panta rhei –
alles fließt“, heißt es in einem griechischen Lehrsatz. Das Sein ist eine
ewige Bewegung, ein ewiges Werden. Und wenn es irgendwo zu Stauungen im Fluss
kommt oder wenn der Fluss gar blockiert ist, dann kommt es zu Krankheiten.
Seelische und psychische Probleme bedingen energetisch-funktionelle Störungen, die schließlich zu pathologischen Befunden führen.
Diese Störungen in der Regulationsfähigkeit können mit dem VEGA-Test gemessen werden.
Ausgangspunkt der meisten Formen bio-energetischer Regulationsverfahren ist die Jahrtausende alte Akupunkturlehre der chinesischen Heilkultur. Die Energetik des Organismus. Der deutsche Arzt Dr. med. Reinhold Voll und seine Mitarbeiter/innen gelten als die Begründer der sog. Elektroakupunktur. Sie entwickelten als erste ein praxisbezogenes Gerät zur Messung von Akupunkturpunkten. Durch einen Zufall wurde bei diesen Arbeiten der Medikamententest entdeckt. Man fand heraus, dass bei der Testung von geeigneten Arzneistoffen die vorher festgestellten Zeigerabfälle verschwanden. Dies wurde als ein Meilenstein in der bioelektronischen Regulationsmedizin angesehen. Der Medikamententest konnte nun als ein Verfahren definiert werden, durch das man eine unmittelbare Aussage über die Beziehung Patient/Medikament enthält – wenn das Medikament in den Messkreis geschaltet ist. Im Hause VEGA gingen die Entwicklungen noch einen Schritt weiter. Nach vielen technischen Neuerungen und neuen Einsichten in die körperlichen Zusammenhänge, konnte das VEGA-Verfahren so verändert werden, dass nur ein einziger gesunder und reproduzierbarer Akupunkturpunkt zur Messung ausreicht. Mit dem VEGA-Gerät erhält man erhöhte oder erniedrigte Messwerte, die uns Informationen über ein körperinneres Geschehen geben. Man stellt die Anfrageinformation, auf die man gerne eine Reaktion (Antwort) hätte künstlich her und bringt diese mit dem Messimpuls über einen Messgriffel auf den einen Akupunkturpunkt. So erhält man reproduzierbare Ergebnisse und Antworten. So ist es nicht nur möglich, Stoffe auf ihre Verträglichkeiten bzw. Unverträglichkeiten hin zu prüfen, sondern auch Störungen aller möglichen Organe bzw. Organgruppen zu erfassen. Weil man nur noch einen einzigen Messpunkt benötigt, entfällt das Entkleiden des Patienten, und der Zeitaufwand für die Untersuchung wird erheblich reduziert.
Mit dem VEGA-Test können z.B. geopathische und elektromagnetische Störfelder
festegestellt werden. Weiterhin Schimmelpilze, Hefepilze, Schwermetalle,
Mineralien – und Vitaminmangel, Hormonstörungen, Allergien, Arzneimittelverträglichkeiten
und Arzneimittelunverträglichkeiten, vegetative und psychische Störungen,
organische Probleme, Zahntestung und Zahnmaterialverträglichkeiten,
Biologischer Index, virale und bakterielle Belastungen, zystische Belastungen,
Präkanzerosen u.v.m.
Der zeitliche Aufwand beläuft sich auf 15-60 Minuten, je nach Testung.
Isopathie / Regulationstherapie
Isopathie bezeichnet eine naturheilkundliche Therapierichtung, bei der
Krankheitserreger zu Heilmitteln verarbeitet werden.
Die Grundregel der Isopathie lautet: "Aequalia aequalibus curentur" (=
Gleiches möge mit Gleichem geheilt werden - im Ggs. zum „Similia similibus
curentur“ = Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden). Die Krankheit
soll hier mit demselben Erreger geheilt werden, durch den sie ausgelöst wurde.
Dabei wird davon ausgegangen, dass Krankheiten durch Toxine verursacht werden.
Diese Toxine verursachen eine Regulationsstörung im Körper. Durch Fehlernährung,
ungünstige Umweltbedingungen, Alterungsvorgänge oder eine schlechte psychische
Verfassung können sich bestimmte Partikel im Blut, sogenannte Protiten, zu
Mikroorganismen, zuerst Bakterien und dann Pilzen, weiterentwickeln.
Mikroorganismen sind in der Lage durch die beschriebenen exogenen Einflüsse ihr
Erscheinungsbild bzw. ihre Formen und ihre Entwicklungsstufen, zu verändern und
dadurch Erkrankungen zu verursachen. Die Isopathie beruht auf der Meinung, dass
Mikroorganismen im Körper unter besonderen Bedingungen in verschiedenen
Erscheinungsformen und Entwicklungsstadien vorhanden sind. . Der gesunde
Organismus kann die höher entwickelten Formen abbauen und unschädlich machen.
Der kranke, übersäuerte Organismus nicht. Durch die Verabreichung von nicht
krankmachenden Entwicklungsstufen eines Keimes kann ein Abbau der
weiterentwickelten Bakterien oder Pilze ausgelöst werden. Gleiches wird also
mit gleichem geheilt.
Mittels bestimmter Arzneien (die die Erregerurformen nach den Vorgaben der
Isopathie in einer aufbereiteten Form enthalten), kann das Symbiosegleichgewicht
durch isotherapeutische Ausleitung, wiederhergestellt werden. Als Basis für die
Medikamente dienen Produkte der Toxine im Körper (z.B. Eiter), Körperprodukte
(z.B. Hormone), Mittel der Schulmedizin und frisch gewonnene Materialien aus dem
Körper des Patienten (z.B. Eigenblut).
Neben der medikamentösen Therapie befasst sich die Isopathie insbesondere auch
mit der Aufrechterhaltung des natürlichen Körpermilieus. Neben der Korrektur
des Säuren-Basen-Haushalts gehört daher eine gesunde Ernährung mit viel Früchten
und Gemüse und wenig tierischen Eiweiss zu jeder isopathischen Therapie.
Regulationstherapie
Der Körper stellt ein komplexes, in sich vernetztes System von Regelkreisen dar, bei dem auch die kleinste Störung nur eines einzigen Bestandteiles in einer Kettenreaktion eine Störung des gesamten Systems nach sich ziehen kann. Kein unphysiologisches Geschehen - und sei es noch so gering - findet im Organismus ohne sofortige Information des Gesamtsystems statt.
Entgleiste Regelkreise geben Erklärungen für Erkrankungen, Krankheitsbilder oder Krankheitserscheinungen, die trotz pathomorphologisch oder labordiagnostisch ausstehender oder unbefriedigender Befunde sehr wohl existent und damit auch leid-erzeugend sind.
Diese, auf "entgleiste Regelsysteme" rückführbaren Symptome oder Syndrome werden im heutigen Sprachgebrauch als "funktionelle Störungen" bezeichnet und hier liegt die Stärke sowie eines der Haupteinsatzgebiete regulationstherapeutischer Maßnahmen.
Kompensieren, regulieren, heißt dem Organismus einen gezielten Anstoß zu geben, wieder in gewohnter Weise und mit den ihm eigenen Kräften der Störung entgegenzutreten.
Unter Regulationstherapie versteht man demnach im weitesten Sinne jede Art therapeutischen Handelns, die darauf abzielt, einen aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus wieder in den Zustand zurückzuführen, der als "gesund" bezeichnet wird. Dabei wird Wert auf jene Behandlungsformen gelegt, die die körpereigenen Kräfte remobilisieren und reaktivieren helfen, also regulierend eingreifen.
Eines verbindet alle diese Heilverfahren:
Der behandelnde Therapeut sieht immer den ganzen Patienten, nicht nur die
vordergründigen Symptome, bevor er eine Diagnose stellt und eine Therapie auswählt.
Entgiften / Säure-Basenhaushalt
Die Übersäuerung unseres Körperstoffwechsels mit der einhergehenden Entmineralisierung und Verschlackung unseres Organismus steht am Anfang einer langen Kette von chronischen Leiden und verschiedenen Zivilisationskrankheiten.
Ein Blick in die Entstehung von Übersäuerung und deren Folgen, zeigt uns einen Ansatz zur Therapie und zur Wiedergewinnung unseres ursprünglichen Säure-Basen-Gleichgewichtes, z.B. durch Entsäuerung bzw. Vermeidung von Übersäuerung. Ein Thema, das in der Schulmedizin bisher nur stiefmütterlich behandelt wurde und in seiner ganzen Tragweite oft auch nicht erkannt wird. Der Ansatz zu einer konsequenten Entsäuerung, verbunden mit der dauerhaften Umstellung von Lebens- und Ernährungsweisen, wäre hierbei wünschenswert
Es war der Wunsch Dr. Edward Bachs, seine Blütentherapie allen Menschen zugänglich zu machen, sozusagen als "seelische Hausapotheke", um Krankheiten vorzubeugen.
Unser Leben wird von sehr vielen äußeren und inneren Faktoren beeinflußt, eine Vielzahl von Reizen stören unser inneres Gleichgewicht. Es sind nicht nur Erwachsene von der Reizüberflutung betroffen und reagieren mit psychosomatischen Erkrankungen (wie Magen-, Herz-, Kreislauf- oder Hauterkrankungen ohne organische Ursache). Auch Kinder leiden unter dem Leistungsdruck in der Schule, unter Krisen in der Familie (z.B. Arbeitslosigkeit, Trennung der Eltern) oder sind durch Fernsehen, Computer und andere Medien überfordert und reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten und -störungen, bis hin zu körperlichen und seelischen Erkrankungen.
Gerät nun durch äußere oder innere Umstände das seelische
Gleichgewicht verloren und die innere Harmonie aus der Balance, kann eine
Krankheit auf körperlicher Ebene ausbrechen.
Die Bach-Blüten wirken durch ihre energetischen Schwingungen als Katalysator
zwischen der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene. Sie helfen so, das
innere Gleichgewicht wieder herzustellen, energetische Blockaden zu lösen und
Krankheiten vozurbeugen. Dr. Bach spricht von "negativen Seelenzuständen",
die durch die Blüten nicht bekämpft, sondern ausgeglichen und harmonisiert
werden. Die Bach-Blüten unterstützen die Selbstheilungskräfte und wirken
ganzheitlich, ähnlich wie die Homöopathie, also auf Seele, Geist und Körper.
Die Homöopathie ist eine eigenständige Arzneitherapie mit einer klar definierten Vorgehensweise. Sie wird seit über 200 Jahren von Ärzten und Nichtärzten bei akuten wie chronischen Erkrankungen angewendet. Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern "Homoion" (= ähnlich) und "Pathos" (= leiden) zusammen. Die Homöopathie beruht auf einem Naturgesetz: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt". Eine Arznei kann bei einem gesunden Menschen bestimmte Krankheitssymptome hervorrufen. Wenn nun ein Kranker ähnliche Symptome hat wie die, welche von der Arznei beim Gesunden hervorgerufen werden, so kann dieses Arzneimittel seine Krankheit heilen.
"Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (homoion pathos) für sich erregen kann, als sie heilen soll!" (Hahnemann)
Man kann die Homöopathie auch als Reiztherapie bezeichnen,
die die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert bzw. in die richtigen
Bahnen lenkt.
Krankheit wird nicht als isoliertes Geschehen betrachtet, das nur ein einzelnes
oder mehrere Organe betrifft (so als sei z. B. nur der Magen krank), sondern als
Ausdruck einer Störung des ganzen Organismus. Die Homöopathie betrachtet einen
Menschen immer in seiner Gesamtheit, wozu auch Gemütsverfassung,
Lebensgewohnheiten usw. gehören.
Die Verordnung nur eines Arzneimittels zur gleichen Zeit für die Gesamtheit
aller Beschwerden einer Person erfolgt nach einem umfassenden Erstgespräch
(Erstanamnese), in der die Symptone der Krankheit genau ermittelt werden, von
ihrem zeitlichen Beginn bis zum heutigen Tage. Dazu gehören auch Symptome, die
nicht offensichtlich mit der bestehenden Krankheit zu tun haben. Der Schlüssel
zur Auffindung der passenden Arznei ist hierbei strenge Individualisierung!
Die Homöopathie wurde durch den sächsischen Arzt, Apotheker und Chemiker
Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) ins Leben gerufen, der sie systematisch nach
wissenschaftlichen Kriterien entwickelte, womit sie zu einer lehr - und
lernbaren Methode wurde. So beruht die Homöopathie auf den von ihm
gefundenen und formulierten Gesetzen.
Die Darmflora ist eine schützende, ernährende und pflegende Einrichtung unseres Darmes. Sie besteht aus Billionen kleinster Lebewesen, den Bakterien, die im Darm leben und dort lebenswichtige Wirkungen entfalten. Diese Mikroorganismen beschützen unseren Körper vor dauernd vorhandenen, anderen gefährlichen Bakterien und Pilzen und trainieren unser Abwehrsystem.
Bei der Magen-Darmsanierung, auch
Symbioselenkung genannt, sollen im Darm wieder gesunde Lebensverhältnisse
geschaffen werden, indem die dort lebenden Bakterienkulturen mit therapeutischen
Mitteln wieder leistungsfähig gemacht werden.
Wird das normale Verhältnis zwischen Organismus und Bakterienflora durch
endogene (im Körper selbst entstandene) oder exogene (außerhalb des Organismus
entstandene) Ursachen gestört, spricht man von einer Dysbiose. Eine Dysbiose
entsteht meist aufgrund fehlerhafter Ernährung, Umweltbelastung und
Medikamentenmißbrauch, insbesondere Antibiotika, Antiseptika und Abführmittelabusus.
Die Therapie der Magen-Darmsanierung besteht aus einer dreistufigen Behandlung.
Erste Stufe: Zunächst gilt es, den gestörten Teil der Darmflora abzubauen, der in den erkrankten Gebieten des Darmes abnorme Gärung- und Fäulnisprozesse verursacht. Die krankmachenden Bakterien, die sehr empfindlich gegen Sauerstoff sind, werden deshalb durch die Einnahme eines sauerstoffbildenden Mittels stark reduziert.
Zweite Stufe: um die besten Vorraussetzungen für die Wiederherstellung eines normalen Bakterienmilieus zu erlangen, werden Arzneimittel verabreicht, die auf sehr wichtige Gebiete des Verdauungstraktes einwirken. Dabei werden vor allem Entzündungen bekämpft, Organe entgiftet und der Körper für die Aufnahme und Vermehrung seiner physiologischen (normalen) Bakterien vorbereitet. Eine ganz wichtige Rolle spielt hierbei ein Präparat auf Lactose-Basis.
Dritte Stufe: In
vielen Fällen ist es noch erforderlich, dem Körper Bakterienstämme zuzuführen
um eine ausgewogene Zusammensetzung der Darmflora und die Normalisierung des
Verdauungsvorganges zu erreichen.
Die Colon -Hydro
-Therapie ist eine Darmspülung mit temperiertem Wasser. Darmspülungen
und Einläufe sind uralte Heilweisen. Geschichtliche Dokumente zur Darmreinigung
reichen bis 1650 vor Christus zurück.
Derzetige Lebensart und Ernährung, die überwiegend aus
balaststoffarmen Lebesnmitteln besteht, wird der Darm wesentlich belastet und in
seiner Funktion beeinträchtigt. Hinzu kommt die Einnahme von Medikamenten wie
Antibiotika, Sulfonamide, Cortison.
Eine sehr wichtige Rolle für die im Magen-Darm-Trakt
ablaufenden Stoffwechselprozesse kommt der Darmflora zu.
(Gesamtheit der unterschiedlichen Bakterienstämme im Darm). Im Verhältnis zum
Dünndarm nimmt die Bakterienkonzentration im Dickdarm drastisch zu.
Wird die Darmflora durch o.a. Einwirkungen gestört, kommt es
zwangsläufig zu Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen. Ausscheidungsstoffe,
die zu lang im Verdauungstrakt verbleiben, gehen in Vergärung und Fäulnis über
und bewirken eine Vermehrung von Bakterien und Giften, die über die
Darmschleimhaut ungefiltert ins Blut gelangen. Unter solchen Voraussetzungen
muss hier die krankhafte Vermehrung von Pilzen (Hefe und Schimmelpilze) im
Darm besonders hervorgehoben werden, da dies bislang als Ursache zahlreicher
Erkrankungen häufig nicht erkannt wird. Viele Menschen haben einen gestörten
Stoffwechsel durch das Übergewicht krankheitsfördernder Darmbakterien.
Sauerstoff gelangt nicht mehr in ausreichender Menge ins Gewebe. Gift und
Abfallstoffe werden nicht mehr schnell genug abgebaut und ausgeschieden. Es
kommt zwangsläufig zur "Autointoxikation" - Dysbiose,
Selbstvergiftung -des Körpers. Die Folgen sind Vitalitätsverlust, Müdigkeit,
Depression, Konzentrationsmangel, Aggressivität, Angstzustände. Krankheiten
wie Infektionen, chronische Entzündungen, Rheuma, Polyarthritis, Akne,
Psoriasis, Ekzeme, Neurodermitis, hoher Blutdruck, Migräne, Allergien. Weiter
z.B.: Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl (wie aufgebläht), Übersäuerung,
Mundgeruch, belegte Zunge (gelblich/weiß), trockene oder schuppende Haut und
viele andere Beschwerden und wichtige Symptome die Hinweis auf eine
Plizbelastung sein können.
Die Schleimhaut des Dickdarms ist das erste und wichtigste Verteidigungssystem
gegen Giftstoffe. An zweiter Stelle erst folgen Leber, Nieren, Lymphe, Lunge und
die Hautoberfläche.
D
ie Massage beeinflusst den ganzen Körper, regt etwa die Ausschüttung von Hormonen im Verdauungstrakt an, so daß Nährstoffe besser verarbeitet werden können.In vielen Ländern Asiens gehört die Massage zum Alltag. In Thailand z. B. massieren sich die Menschen mehrmals am Tag gegenseitig; bei der Arbeit, unter Freunden oder im Kreis der Familie. Die Kleidung bleibt dabei an. Bei uns tut man sich mit Zuwendungen dieser Art noch etwas schwer.
Und auch Kranke genesen schneller, wenn sie häufiger berührt werden. Dabei wirkt die Massage nicht nur bei verspannten Muskeln oder Rückenbeschwerden, einer der Hauptgründe für das Verordnen von med. Massagen durch den Arzt.
Studien belegen, daß Massage nicht nur den Pegel der Streßhormone im Körper senkt, sondern sogar eine Gegenreaktion in Gang setzt. Im Gehirn wird Oxytocyn ausgeschüttet, so eine Theorie, ein Hormon, das beim Stillen oder auch beim Orgasmus den Körper überflutet.
Daß Massagen Verkrampfungen lösen können und gleichzeitig
in Haut und Muskeln die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen, leuchtet
selbst medizinischen Laien ein. Das Geheimnis der uralten Heilmethoden aber
liegt in ihrer magisch anmutenden Fernwirkung über ein Netzwerk von Nerven oder
Energiebahnen:
Erfahrene Masseure beherschen die Kunst, über Druckpunkte oder Linien an Fußsohlen,
Handflächen oder Rücken die Funktionen von Leber, Magen oder Nasennebenhöhlen
zu steuern.
Nach Vorstellungen der westlichen Medizin wird bei der Reflexzonenmassage Haut und Bindegewebe mit feinen Fingerstrichen so gegeneinander verschoben, daß bestimmte Hautrezeptoren gereizt werden. Sie senden Nervensignale an das Gehirn, die dort verarbeitet und reflektorisch an jene vegetativen Nervenfasern weitergeleitet werden, die unsere Organe versorgen.
Die asiatische Volksmedizin hingegen spricht von Meridianen, durch die Energieströme zu den einzelnen Organen fließen. Blockaden sollen sich durch Shiatsu oder Akupressur beheben lassen.
Mit der Zeit haben sich viele Formen der Massage
herausgebildet. Je nach Typ, Lebensstil oder Beschwerden führen
unterschiedliche Methoden der Massage zum gewünschten Erfolg.
Die Bindegewebsmassage (BGM) ist eine Massage reflektorischer Zonen im Bindegewebe durch eine spezielle Technik.
Die Bindegewebsmassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage. Man geht davon aus, daß bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels der Subkutis entsteht. Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis ein Spannungsausgleich hergestellt ist. Bei der Ausführung der Bindegewebsmassage empfindet der Patient subjektiv ein charakteristisches Schneidegefühl an allen therapierelevanten Stellen. Bei Reizung des subkutanen Bindegewebes kommt es direkt zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Indirekt oder reflektorisch werden die Organe und ihre Funktionen beeinflußt. Neben diesen allgemeinen und reflektorischen Wirkungen werden durch den lokalen Spannungsausgleich Störungen des Bewegungsapparates verbessert.
Lymphdrainage / Friktionsmassage
Die Lymphdrainage ist bis vor 50 Jahren ein Stiefkind der Medizin gewesen, obwohl es schon erste Beschreibungen und Erkenntnisse des Lymphgefäßsystems vor dem 16. Jahrhundert gegeben hat. In seiner Gesamtheit wiederentdeckt und beschrieben wurde das Lymphgefäßsystem erst wieder im 17. Jahrhundert. Auch heute noch wird vielfach die Lymphologie an der Universität und bei ärztlichen Fortbildungen stark vernachlässigt.
Unter manueller Lymphdrainage verstehen wir manuelles abdrainieren (Ab-und Weiterführung) der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik, rhythmisch-kreisende-pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechendem Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge. Bei der Bauchtiefdrainage wird auch unter Einbeziehung des Atemrhythmus in die Tiefe gearbeitet, so wie auch bei einigen Spezialgriffen z.B. am Adduktorenspalt. Ansonsten wird überwiegend flächig gearbeitet.
Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der Reödematisierung des Gewebes wird in der Mehrheit der Krankheitsfälle nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen. Mit dieser Therapie können Lymphödeme (primärer und sekundärer Art), Phlebödeme (venöser o. postthrombotischer Art), traumatische Ödeme, Morbus Sudeck, artifizielle und ischämische Ödeme, rheumatische Ödeme, chronisch entzündliche Ödeme, (Sklerodermie, Strahlenschädigungen), Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen), Lipödeme und idiopatische Ödeme behandelt werden. Eine große Bedeutung hat die Manuelle Lymphdrainage auch bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt worden sind.
Friktionsmassage
Diese Therapie ist ein Teil der orthopädischen Medizin nach
Cyriax, die von dem Orthopäden Dr. James Cyriax entwickelt wurde.
Die Querfriktion wird als intermittierende Spezialmassage an Muskeln, Sehnenübergängen
und Sehnenknochenübergängen ausgeführt. An diesen Sehnenübergängen
entstehen durch sportliche oder chronische Überlastungen sehr häufig entzündungsähnliche
Zustände, die sehr schmerzhaft sein können. Hierzu zählen: Schulterschmerzen
(PHS), Tennisellenbogen, Achillessehnenreizungen, Bänderdehnungen an Fuß- und
Kniegelenken.
Die Therapie beseitigt die entzündungsähnlichen Zustände und die in der Sehne
eingelagerten Ödeme.
Die Heiße Rolle bietet die Möglichkeit der gezielten Wärmeapplikation und gleichzeitigen Massageeffekten. Die Heiße Rolle ist eine Rolle aus zwei oder mehr Handtüchern, welche trichterförmig aufgerollt und dann mit heißem bzw. kochendem Wasser durchtränkt werden. Der Therapeut beginnt mit kurzem und kräftigem Drücken die Rolle an den Körper zu bringen, wobei es durch die Wärme und den Druck der Anwendung zu einer deutlichen Mehrdurchblutung an den behandelten Körperstellen kommt.
Durch die gut wählbare Intensität der Anwendung ist eine sehr geringe Kreislaufbelastung und dennoch ein hohe Wirksamkeit erreichbar.
Diese Behandlungsform ist auch als tonusmindernde Vorbehandlung für eine nachfolgende Krankengymnastik und/oder Massage angezeigt.
Die Unterwassermassage ist ein warmes Vollbad, bei dem die Wassermenge so reichlich sein soll, daß der Patient darin schwimmt.
Die Schwerelosigkeit und Entspannung der Muskulatur des Körpers ist die Voraussetzung zur Unterwassermassage. Bei der Unterwasserdruckstrahlmassage wird die weitgehende Entspannungswirkung in der Muskulatur durch das warme Vollbad ausgenützt.
Infolge des hydrostatischen Auftriebes im Wasser und der Wärmewirkung kann mit der erforderlichen Detonisierung der Muskelsysteme gerechnet werden.
Die Herabsetzung der Muskelleistung bei Bewegungen macht für viele Leiden
eine Behandlung erst möglich.
Indikation Unterwassermassage:
Die guten Erfahrungen, die mit der Unterwasserdruckstrahlmassage gemacht werden konnten haben im Laufe der Zeit eine Ausweitung des Indikationsgebietes zur Folge gehabt.
Wahrscheinlich ist diese Entwicklung aber noch nicht abgeschlossen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, seien hier aufgeführt:
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das Stangerbad wird auch als hydroelektrisches Voll- oder Dreiviertelbad bezeichnet. Es wird als Wannenbad mit der gleichzeitigen Anwendung eines Gleichstromes in einer speziellen Therapiewanne ausgeführt
- durch gerbstoffhaltige und andere arzneiliche Zusätze (Salze) entsteht
eine bessere Leitfähigkeit des elektrischen Stromes
- 500-600 Liter Wasser in der Wanne
Je nach Schaltung kann eine Ganz- oder Teildurchströmung jedes Körperteils
mit galvanischen oder faradischen Strom durchgeführt werden.
Die Dosierung des verabreichten Stromes erfolgt über einen Stromstärkeregler.
Die jeweilige Schaltung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung (Zahl der
Anwendungen, Art des Bades und der Zusätze, Stromart, Strömungsrichtung und
-dauer, Stromstärke und Wassertemperatur).
Wichtig: Am Anfang langsam mit der Stromstärke einschleichen und am Ende langsam wieder ausschleichen. Erst wenn der Strom aus ist, den Patienten aussteigen lassen, da sonst ein Stromschlag droht.
Wirkung des Wassers:
a) thermische Wirkung
b) Auftrieb
c) hydrostatischer Druck
d) chemische Wirkung der Zusätze
Wirkung des Stromes:
a) gefäßerweiternd, durchblutungsfördernd
b) schmerzlindernd
c) tonusregulierend
d) iontophoretische Wirkung
Stromstärke durchschnittlich 300-500 mA
Maximalwerte 1000-1200 mA
Man rechnet, dass etwa nur ein Drittel der angezeigten Stromstärke durch den Körper
fließt. Durch Zugabe von Stangerbadzusätzen kann die Leitfähigkeit erhöht
werden.
Wassertemperatur: 35-38° Celsius
teilweise auch 32-36° bei späterer Anwendung
Indikationen:
Die allgemeinen Ziele der Elektrotherapie sind die Behandlung
von Schmerzen bei verschiedenen Erkrankungen von Muskeln, Nerven und Gelenken.
Die Verbesserung gestörter Muskel- und Gelenkfunktionen gehört genauso in das
Behandlungsspektrum wie die verbesserte Ernährungssituation des Gewebes im
Heilungsprozess.
Indikationen
Die Behandlungsgebiete der Elektrotherapie liegen besonders bei Arthrose, rheumaähnlicher
Arthritis, Neuralgien, Nerven-Kompressionssyndromen, Polyneuropathien und
Myalgien. Auch bei Muskelschwächen und fehlendem Muskelgefühl, mangelnder
Durchblutung durch funktionelle Durchblutungsstörungen, Knochenleiden in Folge
von Unfallschäden und arteriellen Verschlusskrankheiten ist die Elektrotherapie
angezeigt. Als letztes Behandlungsfeld sind venöse Ulcera, Dekutitusgeschwüre,
verzögerte Wundheilung, Osteoporose und verzögerte Knochenheilung zu nennen.
Die Methode
In der Elektrotherapie wird die elektrische Energie zu Heilzwecken angewendet.
Die Versorgung im Vitamaris Büsum ist ein bedeutender Teil der Physikalischen
Therapie und wird zur Behandlung und Rehabilitation der genannten Erkrankungen
eingesetzt. Dabei kommen unterschiedliche Verfahren der Nieder-, Mittel- und
Hochfrequenztherapien zum Einsatz. Die Elektrotherapie kann sowohl im
Akutstadium, als auch im chronischen Verlauf angewendet werden.
Die Dauer einer Behandlungseinheit liegt zwischen 5 und 20 min. Das
Behandlungsintervall wird bei subakuten Erkrankungen täglich und bei
chronischen Krankheitsstadien zwei- bis dreimal wöchentlich in einer
Behandlungsserie von fünf- bis zwölfmal durchgeführt.
Je nach Ziel der Behandlung wählt der Therapeut den geeigneten Strom aus den
verschiedenen Stromformen aus.
Besondere elektrotherapeutische Verfahren sind das Simultanverfahren mit
Ultraschall und die Iontophorese. Das Simultanverfahren ist eine Kombination aus
Ultraschall und Reizstrom. Es wird zum Aufsuchen und zur Behandlung von
Triggerpunkten benutzt. Diese entsprechen häufig den klassischen
Akupunkturpunkten. Bei der Iontophorese werden ionenhaltige Medikamente (z.B.
Voltaren, Enelbin) mittels elektrischen Stromes in die Haut eingeschleust. Es
entsteht ein zeitweiliges Medikamentendepot in der Haut.
Ultraschall ist eine Anwendung, die im weitesten Sinn auch zur Elektrotherapie zählt. Hierbei wird Strom in hochfrequente Schallwellen von ca 1 MHz umgewandelt.Der Ultraschall wird über einen Schallkopf mit ca 5-6 cm² Fläche über ein Kontaktgel auf die erkrankte Region aufgetragen und dabei kreisend bewegt. Alternativ kann die Anwendung auch in einer Teilwanne oder Behälter unter Wasser angewandt werden, beispielsweise an Füßen und Händen. Der Schall wird dabei kontinuierlich oder gepulst abgegeben. Beim gepulsten Schall entsteht weniger Wärmewirkung.Als Wirkung ist eine verstärkte Durchblutung und verbesserter Zellstoffwechsel bekannt. Auch wird die Schmerzschwelle angehoben. Somit können Verletzungen in Muskel- und Sehnengewebe schneller heilen. Ultraschall wird häufig auch kombiniert eingesetzt mit der klassischen Elektrotherapie.
Auch findet die Phonophorese Anwendung, wobei mit Hilfe des Ultraschalls Medikamente leichter in das erkrankte Gewebe vordringen können.
Indikationen: US wird eingesetzt paravertebral neben der Wirbelsäule, an den großen Gelenke und besonders bei Muskel- und Sehnenreizungen oder -verletzungen. Die Stärke variiert von 0,2 W/cm² bei oberflächig liegenden Gelenken und Sehen bis zu 1,5 W/cm² bei großen Muskeln.
Höchste Einfühlsamkeit zeichnet das Handwerk der Osteopathen aus. Vor über
120 Jahren entwickelte der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still die Methode.
Die Grundlage bildet die Beobachtung, dass jeder Bereich des menschlichen Körpers,
ob Knochen, Muskeln oder Verdauungsorgane, sich ständig in Bewegung befindet.
Der Name verbindet die griechischen Worte für Knochen (osteon) und für
Leiden (pathos). Das Studium von Knochen stand am Beginn von Stills
Forschung.
Mit ihren Händen ertasten die Osteopathen die Funktionsstörungen des Körpers.
Dabei wird das Augenmerk besonders auf die Beweglichkeit der inneren Organe
gelegt. Ob sich diese frei bewegen können, lässt sich insbesondere an den so
genannten Faszien ertasten.
Die Faszien sind aus Bindegewebe. Wie eine enganliegende Haut umschließen sie
alle Muskeln und inneren Organe. Die richtige Spannung der Faszien weist dem
Osteopathen den Weg, um die Ursache der Beschwerden herauszufinden. So können
zum Beispiel Schmerzen in Hüfte und Bein ihre Ursache in einer Verspannung
zwischen inneren Organen wie Magen und Leber haben. Die Faszien weisen den Weg
zum Ort der ursprünglichen Verspannung.
Wann hilft Osteopathie?
Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, verspannte Muskeln, Verkrampfung des Gewebes, ebenso Herz- Kreislaufbeschwerden, Unterleibsschmerzen sowie Fehlhaltungen und Folgen von Unfällen lassen sich durch die Osteopathie behandeln.
Auch Kiefergelenkprobleme, Schwindelzustände und schmerzende Narben können auf funktionelle Störungen zurückgeführt werden, die osteopathisch therapierbar sind. Eine begleitende Hörsturz- oder Tinnitusbehandlung ist ebenfalls sinnvoll.
Die Akupunkturmassage nach Penzel basiert auf der Grundlage der Akupunktur. Das Therapieverfahren wurde vor etwa 50 Jahren vom deutschen Masseur und Bademeister Willy Penzel entwickelt. Statt Nadeln werden bei der Akupunkturmassage spezielle Massagestäbchen verwendet, mit denen nicht bloß Akupunkturpunkte, sondern vielmehr auch ganze Meridiane behandelt werden und der gesamte Energiefluß des Körpers in ein Gleichgewicht gebracht wird. Die Anwendung der Akupunkturmassage erfolgt insbesondere bei Migräne, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Ischiasproblemen, Allergien und während der Schwangerschaft zur Linderung typischer Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen oder Kreislaufbeschwerden. Näheres zur Akupunkturmassage erfahren Sie im Bereich Wellness.
Die Therapieform der Fußreflexzonentherapie, auch Reflexzonenmassage oder Fußreflexzonenmassage genannt, hat ihren Ursprung in der überlieferten Volksmedizin der amerikanischen Indianer und des alten China. Es ist dem US-Arzt und Naturheiler Dr. Fitzgerald zu verdanken, daß diese inzwischen auch wissenschaftlich anerkannte natürliche Heilmethode nicht völlig in Vergessenheit geraten ist, sondern immer weiter entwickelt wird. Der amerikanische Arzt fand heraus, daß der Mensch aus 10 reflektorischen Längsschnitten besteht, die alle Reflexpunkte in den Füßen haben. So ist die Fußsohle ähnlich wie eine Landkarte aufgeteilt, wobei jedes Gebiet dieser Karte reflektorisch auf einen bestimmten Körperteil oder ein Organ wirkt. So kann ein geübter Therapeut über das entsprechende Segment sowohl anregend als auch beruhigend auf das jeweilige Organ oder den krankhaft veränderten Körperteil einwirken.
Als Grundüberlegung geht man davon aus, daß von den Reflexzonen bestimmte Nervenimpulse zum Gehirn geschickt werden und dort in das jeweils zuständige Areal des der Reflexzone zugeordneten Organs gelangen. Von dort aus wird dann die Wirkung an die entsprechenden Organe und Körperteile weitergeleitet. Mit bestimmten Massagegriffen kann nun der Behandelnde über die Fußsohlen Schmerzen lindern, Organe zur Tätigkeit anregen oder beruhigen und die Durchblutung fördern. Da die Reflexzonentherapie eine "Ordnungstherapie" ist, wird beim Menschen die durch Krankheit gestörte Energien wieder zum normalen Fließen gebracht und dadurch der Körper "umgestimmt". Die inneren Heilkräfte werden aktiviert, die Organe gekräftigt und ihr Zusammenwirken harmonisiert. Auch in dieser Therapieform wird der Mensch ganzheitlich behandelt und nicht nur einzelne Symptome. Die Reflexzonenmassage kann sowohl als eigenständige Therapie eingesetzt werden, als auch unterstützend zu anderen therapeutischen Maßnahmen.
Bei diesem Heilverfahren wird das speziell gebündelte Laserlicht genutzt,
mit dem für kurze Zeit bestimmte Körperstellen direkt behandelt werden.
Hierbei kann es sich sowohl um erkrankte Stellen als auch um sog. Reflexzonen
handeln, von denen aus dann andere Bereiche des Körpers oder bestimmte Organe
stimuliert werden sollen. Dem Laserlicht wird eine krampflösende Wirkung
zugesprochen und manche Therapeuten gehen auch von antibakteriellen Wirkungen
aus. So wird die Lasertherapie heutzutage auch großteils bei Hautproblemen,
Allergien und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt.
Öldispersionsbad / Med. Fußpflege
Die Haut ist unser größtes Stoffwechsel und Sinnesorgan. Sie besitzt gleichermaßen die Fähigkeit Schutz und Grenze für unser Körperinneres zu sein, als auch Stoff- und Wahrnehmungsaustausch mit der Außenwelt zu ermöglichen.
Die medizinische Anwendung von Wasser zu Bädern ist Jahrtausende alt. Wobei die Heilkraft sowohl auf den thermischen (heiße und kalte Bäder) als auch den stofflichen (z.B. Schwefelquellen, Kräuterbäder) Wirkungen beruht.
Das Öldispersionsbad vereint nun diese
beiden Wirkungen des medizinischen Bades in besondere Weise:
Durch eine rein physikalische Verwirbelung werden medizinische Öle in
feinste Verbindung mit dem Wasser gebracht (emulgiert). Das Öl erfährt so eine
vieltausendfache Oberflächenvergrößerung und wird so intensiv vom
Hautstoffwechsel aufgenommen; so kommt ein Öldispersionsbad durchaus einer
medikamentösen Anwendung gleich.
Da Ätherische Öle eine Vielzahl
medizinischer Wirkungen besitzen, kann durch die Verwendung verschiedener Öle
eine gezielte Abstimmung auf die Bedürfnisse des Patienten erfolgen.
In der gemeinsamen Anwendung mit warmen Wasser kommt der spezielle wärmende und
einhüllende Charakter der Öle besonders zur Wirkung. Dies unterstützt den Wärmeorganismus
und fördert die Selbstheilungskräfte. Durch eine rhythmisch ausgeführte
Unterwasser-Bürstenmassage kann dies noch verstärkt werden.
Das Öldispersionsbad stellt so eine
hervorragende Ergänzung und Unterstützung anderer Naturheilkundlicher
Verfahren insbesondere der Osteopathie dar.
Die entspannende und belebende Wirkung macht es auch als wohltuenden Ausgleich
zum Alltagsstress beliebt.
Die Fußpflege (Podologie) umfasst die Pflege von Problemfüßen, sowie die Beratung der Kunden zur eigenständigen Pflege seiner Füße. Die Fußpflege wird dabei von speziell in der Fußpflege ausgebildeten Therapeuten ausgeführt. Das neue Podologengesetz regelt für die Zukunft die Ausbildung entsprechend qualifizierter Therapeuten.
Bei der Fußpflege werden durchgeführt:
Es gibt Hilfsmittel wie kleine Polster, die entsprechend angelegt werden können. Ferner wird Fußgymnastik und Fußmassage zur Durchblutungsförderung, Entspannung und Verbesserung des Stoffwechsels durchgeführt.
Indikationen
Fango, abgeleitet von dem italienischen Wort „fanghi“, bedeutet so viel wie Schlamm, heilender Schlamm. Fango wird kalt, körperwarm oder heiß zu Packungen und Bäder verwendet. Am bekanntesten sind wohl der Eifelfango und der Abanofango.
Der Eifelfango ist ein Mineralschlamm aus Ablagerungen vulkanischen Ursprungs. Er besteht aus Substanzen wie Kiessäure, Aluminiumoxyd, Eisenoxyd, Tonerde und Magnesium. Ein wichtiges Abbaugebiet ist beispielsweise Bad Neuenahr im Bereich des Laachener Sees. Der Eifelfango wird aus cirka fünfzig Grad Celsius erhitzt und dann auf den Körper aufmodelliert. Der Fango schmiegt sich dabei den Formen regelrecht an. Anschließend wird man mit Plastikfolie, Leinentuch oder Wolldecke fest eingepackt. Zwanzig bis dreißig Minuten dringt so die Wärme etwa zwei bis drei Zentimeter tief in den Körper ein, wobei sich die Heilstoffe im ganzen Körper ausbreiten. Im Anschluss empfiehlt sich Massage oder Bewegungstherapie. Fangopackungen steigern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, können Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern. Außerdem kommt es zu einer Ausschüttung gewebeaktiver Hormone, die wiederum unter anderem entzündungs-hemmende und schmerzlindernde Wirkung entfalten.
Der Abanofango unterscheidet sich von allen anderen dieser Welt durch seinen hohen Anteil an lebenden Algen, Algen, die Temperaturen von über 80 bis 87 Grad Celsius aushalten und sich sogar dabei vermehren. Diese Algen sind von so niedriger Entwicklungsstufe, dass sie aus der Urzeit der Erde stammen müssen, einer Zeit, als unser Globus noch mit sehr heißem Wasser bedeckt war. Der fanghi besteht zudem aus Sand, Pflanzenerde, Lehm, radioaktiven Gasen und 30 bis 60 Prozent Mineralwasser. Seit Jahrhunderten kommen Patienten nach Abano, dem Ort der Erlösung von Schmerz, erhielt Abano doch seinen Namen aus dem griechischen „A-Ponus“, was „keine Schmerzen mehr“ bedeutet.
Nahezu gleich geblieben sind auch die Krankheiten, die durch die Fango-Bad-Massage-Therapie gelindert oder sogar geheilt werden können. Dazu zählen vor allem rheumatische, gynäkologische und Atemwegserkrankungen. Die moderne Medizin hat die traditionellen Heilanzeigen für diese Balneotherapie, also der Kombination aus Fangobehandlung, Hydrotherapie sowie Massage- und Bewegungstherapie in den eugenischen Bädern wissenschaftlich unterlegt.
Extension (Streckung) ............
Heilung durch Bewegungsübungen und Krankengymnastik; bei zahlreichen Herzerkrankungen, bei Bluthochdruck und bei niedrigem Blutdruck, orthostatischen Erkrankungen und Haltungsschäden; ferner zur Verhütung von verschiedenen Zivilisationserkrankungen (Arteriosklerose, vegetative Fehlregulation).
Die Ergotherapie ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen vom Arzt verschrieben.
„Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, bei für sie bedeutungsvollen Betätigungen mit dem Ziel, sie in der Durchführung dieser Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.“
Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen soll dem Patienten eine möglichst große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu beitragen, dass die verbleibenden Fähigkeiten angepasst werden und so ein Optimum an Rehabilitation erreicht wird.
Die Behandlung von Kindern (Pädiatrie) ist ein wesentliches Teilgebiet der Ergotherapie (prozentuale Menge aller Verschreibungen ergotherapeutischer Behandlungen) und entlehnt sich damit grundlegendes Wissen aus der Entwicklungspsychologie. Entsprechend überschneidet sich die Ergotherapie in mehreren Bereichen und in zunehmendem Maße mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinderpsychologie bzw. der kinderpsychologischen Behandlung.
Ergotherapie kann daher (im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit) bei allen Kindern und Jugendlichen indiziert sein, deren Entwicklung zu selbstständigen, handlungsfähigen Erwachsenen eingeschränkt bzw. behindert ist, z. B. durch:
Behandlungsziele sind unter anderem:
Stand: 06.07.2011